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geschrieben von Carina Hoffmann am 31.08.2020

Eine Baustelle mit besonderer Atmosphäre

Hallo ihr Lieben!

In den letzten Wochen vor dem Betriebsurlaub war ich auf einer Baustelle dabei, bei der es um die Neugestaltung der Gartenanlage rund um eine altes aber komplett saniertes Gebäude ging. Da ich finde, dass es aufgrund der speziellen Atmosphäre durch das alt aussehende Haus eine besondere Baustelle war, möchte ich euch von einigen Teilbauwerken dieser Baustelle erzählen.

An der Ostseite des Hauses läuft ein kleiner Bach entlang, welcher durch das Setzen einer Steinreihe bzw. -mauer geschützt werden sollte. Die großen Findlinge mussten so platziert werden, dass sie später den Hang zum Bach abstützen und das nötige Auffüllen für die Terrassen abfangen. Mithilfe eines Greifers am 8t-Bagger lief das Setzen ganz gut. Voraussetzung war allerdings, dass die Steine vorher schon einigermaßen passend nach Größe und Form ausgesucht wurden.

Nachdem alle Steine auch in Absprache mit dem Kunden gesetzt worden waren, ging es an das Vorbereiten für die Terrassen und Wegflächen.

Nach dem Setzen der Wasserrinnen zu den Eingängen und Fensterfronten kümmerten wir uns um die Frostschutzschicht.

Um dann beim Verlegen der Porphyr-Platten und des Kleinsteinpflasters etwas schneller voran zu kommen, haben wir auf der gerüttelten Frostschutzschicht schon einige Zentimeter Einkorn betoniert. Später fehlten also nur noch wenige Zentimeter frischer Beton als Bettungsschicht, in die die Steine direkt verlegt werden konnten.

An der steilsten Stelle des Weges wurde dieser noch durch drei Basalt-Stellstufen unterbrochen, sodass die Steigung abgeschwächt wurde. Hierbei mussten wir auf die richtige Stufenhöhe und den gleichmäßigen Abstand der Stellstufen achten.

Die Porphyr-Platten auf den beiden Terrassenflächen mussten im Polygonalverband verlegt werden. Schon eine kleine Herausforderung, wenn man bedenkt, dass dieser Verband eher selten verwendet wird. Hier steht das exakte Bearbeiten des Natursteins im Vordergrund. Je genauer die Platten vorbereitet werden, desto schneller kommt man voran. Wir verlegten die Platten in frischen Einkornbeton nass in nass, da wir die Platten vor dem Einbauen mit Mittelbettkleber bestrichen haben.

Porphyr ist im Allgemeinen ein sehr schöner Stein, der vor allem zu dem alten Haus des Bauherrn hervorragend passte. Jedoch ist er nicht ganz so leicht zu bearbeiten und etwas eigensinnig.

Ich finde aber, dass sich die Arbeit sowohl bei der Polygonalplatten-Terrasse als auch bei dem Kleinsteinweg sehr gelohnt hat.

Auch die Arbeiten am Weg benötigten etwas mehr Zeit, da wir ohne Einzeiler pflasterten, was bedeutet, dass man die Höhe des Pflasters immer wieder durch Höhenschnüre überprüfen musste. Hier war es allerdings absolut die richtige Entscheidung, die Wegflächen ohne Einzeiler zu gestalten, da auch dies besser zum Gesamtbild auf dem alten Grundstück passte.

Aber seht euch die Bilder an und bildet euch selbst eure Meinung! Ich finde, so wie es geworden ist, ergibt es ein wirklich tolles Bild. Bin gespannt, wie es komplett fertig aussieht.

Vielleicht kann ich euch ja in meinen nächsten Bildbeiträgen auf Instagram nochmal etwas von der Baustelle zeigen…

Bis dahin

Eure Carina

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