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geschrieben von Görkem Bozkurt am 18.10.2020

Erstellung einer Drainage

Zunächst einmal möchte ich euch erklären, was eine Drainage ist und wozu sie gut ist: Einige Böden haben eine schlechtere Versickerungsfähigkeit. Nach heftigen Regengüssen kann hier das Wasser nicht versickern und es sammelt sich an der Oberfläche. Es entsteht sogenannte Staunässe. Der Boden wird dadurch durchflutet oder auch schlammig. Mithilfe von Drainagerohren – mit Sickervlies umwickelte Kunststoffrohre – kann das Wasser abgeleitet werden.

Zunächst mussten wir einen Graben erstellen. Zu unserem Vorteil war der Boden schon aufgelockert, weshalb das ziemlich schnell ging. Danach hoben wir ein 120x120x160 cm großes Loch aus, in das später das Regenwasser geleitet und dann dort in den Boden versickern sollte. Den Unterboden im Loch mussten wir zum Glück nicht weiter verbessern, da er dort bereits eine sehr gute Beschaffenheit hatte, um Wasser versickern zu lassen.

Im nächsten Schritt schnitt ich Vlies zurecht, den ich im Loch auslegte, damit die Erde von der später eingeschütteten Kiesschicht sauber getrennt werden konnte. Anschließend verband ich die einzelnen KG-Rohre miteinander und führte diese zum Loch. Zur besseren Verbindung der Rohre miteinander nutzten wir ein sogenanntes Rohrgleitmittel.

Nun folgte die Kiesschicht. Diese speichert das von den KG-Rohren hergeleitete Wasser. Das Drainagerohr nimmt das Wasser dann durch kleine Löcher auf und lässt es langsam in den Boden versickern. Wir verteilten den Kies gleichmäßig mit dem Bagger. Eins gab es beim Drainagerohr zu beachten: Es durfte nicht zu hoch gesetzt werden, da wir in einigen Monaten den Garten noch umgestalten werden und ihn hierfür mit Maschinen befahren müssen. Natürlich schütteten wir das Loch zum Schluss noch mit Erde zu.

Ich fand diese Arbeit besonders toll, da wir die Drainage im Boden versteckt und so viel Platz im Garten gespart haben.

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