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geschrieben von Georg Fedders am 28.09.2020

Treppenbau-Lehrgang

Vor einigen Wochen hatte ich meinen dritten Lehrgang in Ellerhop, den Treppenbau-Lehrgang. Wie dieser besonders zu Corona Zeiten ablief, werde ich euch jetzt erzählen:

Grundlegende Regeln wie Abstand halten und Hände waschen waren bereits in der Einladung vermittelt worden, doch zu Beginn des Lehrgangs wurden erst einmal alle weiteren Hygiene-Regeln besprochen: Hände desinfizieren, auf den Gängen Maske tragen und unnötige Kontake vermeiden. Nach der Vermittlung des Hygienekonzepts und einigen organisatorischen Dingen wurde der Ablauf des Lehrgangs besprochen.

Gleich darauf ging es zum Eingangstest mit den Nadelhölzern des letzten Lehrgangs. Darunter waren: Abies nordmanniana, Ginko biloba, Cedrus altantica ‚Glauca‘ und Linus mugo. Als nächstes wurde uns die Theorie zu Stauden vermittelt, auf denen beim Lehrgang der Fokus liegen sollte. Behandelt wurde unter anderem die Definition von Stauden, der Unterschied zwischen Wild- und Beetstauden und die verschiedenen Lebensbereiche.

Nach der Theorie kam die Praxis und wir mussten 26 Stauden mit kurzen Beschreibungen richtig zuordnen. Damit ging der erste Tag auch schon zuende.

Am Morgen des zweiten Tages wurden die Gruppen, mit denen die Treppen gebaut werden sollten, eingeteilt. Eigentlich passiert das in Dreiergruppen, aufgrund von Corona wurden wir aber in Zweiergruppen eingeteilt. Auch bei den Treppen kam zuerst die Theorie dran: Aufgaben einer Treppe, Steigungsverhältnis, Schrittmaßformel, Treppenbreiten, Podestregel und die verschiedenen Bauformen von Stufen. Anschließend wurden die verschiedenen Treppen verteilt und wir konnten den Rest des Tages bauen.

Als erstes beseitigten wir die Spuren im Sand, die der letzte Lehrgang übrig gelassen hatte, und begannen dann, die Fläche auszuschnüren. Unsere Treppe hatte einige Holzelemente, so waren die Stufen zum Beispiel große Holzblöcke. Wir suchten uns also eine geeigneten Stufe aus (einige waren durch die Lagerung verzogener als andere) und setzten sie.

Während meine Teampartnerin sich daran machte, eine weitere Stufe zu setzen, begann ich damit, die Holzpalisaden, die auf beiden Seiten der Treppe standen, zu setzen. Auch hier war wieder eine Schwierigkeit, die etwas krummen Palisaden richtig auszuwählen und zu setzen.

Der dritte Tag wurde komplett dem Bauen gewidmet, wir setzten die letzen vier Stufen, die Palisaden auf beiden Seiten und begannen damit, die Auftrittflächen mit Granitpflaster zu pflastern.

Am vierten Tag hieß es, die Treppe zu finalisieren: die letzen Stufen, das Podest und eine kleine Fläche am Ende der Treppe wurden gepflastert, die Palisaden ein letztes mal kontrolliert und die Treppe bepflanzt.

Nun folgte der Pflanzentest zu den Stauden und eine kurze Abfrage zu den theoretischen Lehrgangsinhalten. Anschließend wurden die Treppen bewertet, besprochen und abgebaut. Wir freuten uns über eine 1- und konnten nach einem kurzen Abschlussgespräch ins wohlverdiente Wochendende gehen.

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